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"... Auf Deutsch können sich immerhin gut 133 Millionen Menschen unterhalten, weltweit die zwölftmeisten. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören unter anderem auch Belgien, Italien, Dänemark, Frankreich und die ehemalige deutsche Kolonie Namibia zu den Ländern mit den meisten Menschen, die der deutschen Sprache mächtig sind. ...
Tausende Sprachen vom Aussterben bedroht
Tausende Sprachen vom Aussterben bedroht
Doch die Sprachenvielfalt ist in Gefahr. Von den zahlreichen Muttersprachen, in denen global parliert wird, sind schätzungsweise 40 Prozent vom Aussterben bedroht. Das liegt an ihrer geringen Nutzung: Viele indigene Sprachen in Amerika und Australien werden zum Beispiel nur noch von weniger als hundert Menschen beherrscht. Auch in Deutschland gelten Sprachen wie Saterfriesisch, Niedersorbisch oder Ostfriesisches Niederdeutsch als gefährdet.
Wenn Sprachen aussterben, gehen damit unweigerlich auch „unübersetzbare“ Wörter verloren – also Begriffe, die nur mittels einer Umschreibung in einer anderen Sprache passend wiedergegeben werden können. Solche Wörter sind im Deutschen zum Beispiel die Schnapsidee, der Erbsenzähler oder das Fingerspitzengefühl. Aber auch in anderen Sprachen finden sich schöne Wortkreationen: So umschreibt das italienische Wort "Attaccabottoni" Personen, die liebend gerne von morgens bis abends auf andere Leute einreden. Der indonesische Begriff „Jayus“ wird für einen Witz verwendet, der so unlustig oder schlecht erzählt ist, dass der Zuhörer trotzdem lachen muss. Und im Japanischen steht das Wort „Komorebi“ für das malerische Naturschauspiel, wenn Sonnenlicht durch das Blätterwerk von Bäumen fällt."
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