"... Eine Erhebung der Deutschen Bundesbank zu den Vermögensbeständen europäischer Haushalte zeigt, dass die Deutschen von allen Seiten, insbesondere aus dem Osten, zunehmend auf hintere Plätze verwiesen werden.
Die jüngste Bundesbankerhebung weist Zahlen aus, die etwa ein Jahr alt sind und sich seitdem in Deutschland angesichts von Rezession und anhaltender Inflation eher verschlechtert haben dürften. In den Referenzstaaten hingegen zeigen die Daten weiterhin eine positive Tendenz. Zu Beginn des Jahres 2024 lag der Medianvermögenswert eines typischen deutschen Haushalts bei rund 103.000 Euro. ...
Die Deutschen bilden ihr Vermögen mit einer im internationalen Vergleich niedrigen Quote an Wohneigentum und setzen zudem nur in sehr geringem Maße auf das zwar volatile, aber langfristig sehr dynamische Aktiensparen. Stattdessen wird Kapital vielfach bei Banken geparkt, die es in konservative und in den vergangenen Jahren real verlustreiche Anleiheportfolios und Tagesgeldkonten lenken. Die Folge ist eine gehemmte Kapitalbildung privater Haushalte.
Diese steht zusätzlich im Kreuzfeuer der Politik. Die Selbstdeklaration der Bundesrepublik als großzügiges globales Sozialamt, maßgeblich geprägt seit der Migrationspolitik Angela Merkels, hat die ohnehin massiven Umverteilungstendenzen dramatisch beschleunigt. Gerade die Leistungsträger der mittleren und unteren Einkommensschichten geraten zunehmend unter Druck. Steigende Sozialabgaben, hohe Steuerlasten und die Erosionsmaschine der grünen Transformation mit explodierenden Energiepreisen wirken direkt vermögensvernichtend. ...
Politischer Realismus im Osten
In Osteuropa hingegen herrscht politischer Realismus. Dieser spiegelt die Grundstimmung in den tonangebenden Staaten Polen und Ungarn wider, die sich auch innerhalb der Visegrád-Gruppe in Brüssel zunehmend Gehör verschaffen. Dort blickt man aus einer woke-linken Globalistenperspektive mit Unverständnis auf die national-konservativen Einstellungen der Osteuropäer. Diese machen jedoch immer deutlicher, dass sie in der Zukunft ihren Einfluss verstärkt geltend machen werden.
Dass sich der Medianvermögenswert der Haushalte in Teilen Südeuropas, wie im Falle Italiens, teilweise deutlich über dem der Deutschen befindet – mit rund 161.000 Euro –, ist eine ernüchternde Bestandsaufnahme. In Polen liegt der Medianwert inzwischen bei über 70.000 Euro, mit stark steigender Tendenz. Auch Ungarn holt rasch auf. Deutschland hingegen stagniert. ..."
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